Woher kommt mein Studienplan?
Wer hat entschieden welche Lehrveranstaltungen stattfinden? Welche Kurse verpflichtend sind, und welche zur Wahl stehen? Wer hat den Studienplan geschrieben?
Das war natürlich nicht nur eine Person, das ist eine lange Geschichte:
An einer österreichischen FH werden Studiengänge beim Fachhochschulrat (FHR) akkreditiert. Dazu schickt man einen ca. 200-seitigen “Antrag” an den FHR, der viel mehr enthält als nur einen Plan der Lehrveranstaltungen. Die sind nur der Endpunkt der Überlegungen.
Der Anfangspunkt ist eine Überlegung zu den zukünftigen StudentInnen: sie werden bei uns studieren, um was zu werden? Wir stellen uns also vor wie euer Leben nach dem Studium aussehen wird, z.B. als Kamerafrau, als Grafiker, als Web-Programmiererin, als 3d-Modeller, als Sounddesignerin, als Game-Programmierer, als FreiberuflerInnen, Angestellte oder FirmengründerInnen. Das ist Schritt eins: Die Berufe und Branchen.
Was braucht man nun, um in diesen Branchen, diesen Berufen arbeiten zu können und dabei gut zu überleben? Was muss man können, verstehen, durchschauen? Da geht von handwerklichem Können (retuschieren in Photoshop, eine Kamera halten, HTML-Code schreiben) über gestalterische, kreative, intellektuelle Fähigkeiten (Bildkomposition, Datenbankentwurf, Ideenentwicklung) bis zu Teamarbeit, Präsentation, Angebotserstellung. Diese Auflistung der nötigen Qualifikationen ist der zweite Schritt.
Erst im dritten Schritt landen wir bei konkreten Lehrveranstaltungen, konkreten Lehr- und Lernformen. Das Ergebnis dieses Schrittes ist dann das eigentliche Curriculum (das ihr im Wiki nachlesen könnt).
Dein Studienplan ist brandneu: mit Wintersemester 2011/12 starten MMA-B, MMT-B und MMT-M mit neuen, frisch überarbeiteten Plänen, die letztes Jahr erstellt wurden. Du bist also auf dem neuesten Stand!
Bildquelle: (c) FH Salzburg


